Nach zwei gelungenen Durchgängen haben die Hochschule Niederrhein, die Unternehmerschaft Niederrhein und das Netzwerk „Leading Ladies in Town“ an den Erfolg der letzten Jahre angeknüpft und erneut ein gemeinsames Mentoring-Programm aufgelegt. Unter dem Titel "Dein Kompass für den beruflichen Einstieg" nutzen seit März wieder zwölf junge, ambitionierte Frauen die Chance, von Führungskräften niederrheinischer Unternehmen auf ihrem Weg in den Berufseinstieg begleitet zu werden.
Für die weiblichen Studienabsolventen der Fachbereiche Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften, Gesundheitswesen, Chemie, Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule Niederrhein stehen von nun an regelmäßige Treffen und Workshops mit ihren MentorInnen an, die die Studentinnen nicht nur besser auf ihren späteren Berufseinstieg und die Wahl möglicher Vertiefungsmodule vorbereiten sollen, sondern am langen Ende auch Personalpotenziale für die heimische Wirtschaft heben und nutzen sollen. „Somit ist das Projekt gleichzeitig unser aller Beitrag, dem Arbeits- bzw. Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, ordnet Kirsten Wittke-Lemm, Hauptgeschäftsführerin der Unternehmerschaft Niederrhein, ein. „Qualifizierte junge Frauen im Rahmen des Mentorings frühzeitig in Kontakt mit der beruflichen Praxis zu bringen und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und auszubauen, ist der erste Schritt auf dem Weg zur Fach- oder sogar Führungskraft von morgen.“
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung in den Räumlichkeiten der Unternehmerschaft Niederrhein haben sich die Tandems nun erstmals kennengelernt. Dabei sind unter anderem die 23-jährige Ashtar Abnoel und Dr. Frauke von Knoop, Werksleiterin der Baumer hhs GmbH in Krefeld, miteinander „gematcht“ worden. „Ich freue mich, dass ich eine weibliche Mentorin bekommen habe, da ich als Frau in einem männerdominierten Berufsfeld häufig auf Herausforderungen stoße“, so die Mentee, die ihren Master in „Produktion und Logistik“ im Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Niederrhein macht. „Ich möchte in den nächsten Monaten nachhaltig an meinem Auftritt arbeiten und souveräner und selbstbewusster werden. Zudem würde ich mein Netzwerk gerne erweitern und dazu meine Kommunikationsfähigkeiten weiterentwickeln.“ Dabei möchte ihre Mentorin sie künftig gerne unterstützen. „Ich freue mich auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit Ashtar“, so Dr. Frauke von Knoop. „Sie wirkt auf mich aufgeschlossen und motiviert, sich weiterzuentwickeln. Das ist eine sehr gute Basis, auf der wir gemeinsam Strategien entwickeln können, um Ashtar besser zu positionieren.“
Begleitet wird das Mentoring-Programm von Prof. Ralf Kampker, Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, der maßgeblicher Impulsgeber des Projektes ist. „Unser Anliegen ist es, jungen Stu-dienabsolventinnen einen geschützten Raum zu bieten, um die eigene Komfortzone zu verlassen. Nur so kann Persönlichkeitsentwicklung gelingen.“ Zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Hochschule Niederrhein, Dr. Sandra Laumen, und Projektleiterin Pola Jungmann, wird Kampker den insgesamt zwölf Tandems aus Mentees und MentorInnen Workshops zur Profilbildung und Impulse zu Zukunftsthemen der Unternehmen anbieten. Das Mentoring-Programm läuft bis November 2025.
Die Hochschule Niederrhein ist mit 12.948 Studierenden eine der größten und leistungsfähigsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Deutschlands mit Standorten in Krefeld und Mönchengladbach. Mit über 87 Bachelor- und 27 Masterstudiengängen eröffnet die Hochschule jungen Menschen Perspektiven. Dank einer problem- und transferorientierten Forschung ist die HSNR innovativer Impulsgeber für die Unternehmen der Region.
Mehr als ein Arbeitgeberverband: Die Unternehmerschaft Niederrhein bietet ihren Mitgliedsunternehmen eine Kompetenz-Flatrate durch ein multiprofessionelles Experten-Team. Von arbeitsrechtlicher und arbeitswissenschaftlicher Beratung über tarifpolitische Fragen bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung – Mitgliedsfirmen bekommen bei der Unternehmerschaft Niederrhein das Rundum-Sorglos-Paket. Aktuell wird es von rund 800 Unternehmen mit ca. 90.000 Beschäftigten in Anspruch genommen. Verbandsgebiet ist der linke Niederrhein.